Mein Weg zur Allergiefreiheit (1) – Mein Allergiker-Lebenslauf

Viele skeptische Allergiker denken vermutlich schon beim Lesens des Titels, dass das vollkommener Schwachsinn und gar unmöglich ist. Ich gebe zu, dass auch ich nie wirklich daran glauben konnte, meine Allergie irgendwann mal loszuwerden. Doch jetzt wohne ich mit einer ziemlich frechen, dennoch sehr liebenswerten Labradoodle-Hündin unter einem Dach, gelegentlich auch unter einer Bettdecke. 😉

Ich habe mir mal erlaubt, meine kleine Geschichte in einem dreiteiligen Artikel zu verschriftlichen und damit dem ein oder anderen Allergiker Mut zu machen. Der erste Teil beginnt mit der Vorgeschichte zu meiner Allergie, wie sie mir zum ersten Mal begegnet ist und mich seit dem auf Schritt und Tritt verfolgt.

Mein Allergiker Lebenslauf begann ungefähr in der 5. Klasse, also mit ca. 10 Jahren.
Zuvor hatte die Gegenwart des Hundes meiner Großeltern, bei denen ich zu Grundschulzeiten täglich am Mittagstisch saß, nie Beschwerden bereitet. Ich konnte mich stundenlang mit diesem in geschlossenen Räume aufhalten, ohne jegliche Anzeichen einer Allergie. Nach dem Tod der lieben Trixi fing das Grauen dann eigentlich erst an.
Nichts ahnend, schließlich gab es im Vorfeld keine Anzeichen für Probleme, traf ich mich mit einer Freundin bei ihr zu Hause, wie man das als kleines Mädchen nunmal gerne macht. An dem Tag sind wir ordentlich durch die Betten gehüpft und haben wohl auch eine Menge Staub aufgewedelt, zumindest war ich am Abend völlig außer Atem, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bekam kaum noch Luft, ein kräftiges Durchatmen ging leider überhaupt nicht mehr. So wurde ich mit meinem ersten und glücklicherweise auch einzigen Asthmaanfall konfrontiert. Danach kamen mir aber keine Asthma bedingten Aussetzer mehr in die Quere, so dass ich eindeutig sagen kann, nicht an Asthma leiden zu müssen.
Der Allergietest bescheinigte mir dann auch eine Allergie gegen Hunde, Katzen und Pferde. Da sowohl ein Pricktest als auch ein Rast-Test positiv ausgefallen waren, war das Ergebnis ziemlich eindeutig. Für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen. Mein größter Wunsch war es immer, selbst einen Hund halten zu können, das Asthma meines Bruders hatte mir das zuvor immer verwehrt und nun sollte es auch gleich noch für immer sein … ?! … Ziemlich dämlich fand ich das!
Im Prinzip konnte ich mich nie mit dem Gedanken anfreunden, auch wenn ich es ernsthaft versucht hatte. Indianerehrenwort.
Immerzu versuchte ich meine Eltern zu überzeugen, doch die blieben hart. Mir sind damals so viele Tränen über die Wangen gekullert, jedes Mal wenn das Thema Hund wieder aufkeimte und dann wie eine Siefenblase zerplatzte, brach ich in Heulausfällen aus. Sehr theatralisch, ich weiß. 😉

Ich konnte einfach nichts ausrichten. Dass der Nachbarshund für eine Woche bei uns wohnen durfte, da deren Besitzer im Urlaub waren, das war das höchste, was meine Eltern mir zumuten wollten. Die Zeit ließ sich gut überbrücken, natürlich nicht gänzlich beschwerdefrei und teilweise ging es mir wirklich ziemlich mies dabei. Aber für meine Seele war es Balsam. 🙂

Die gut acht Jahre, in denen mir die Allergie als ständiger Begleiter nun bekannt ist, sind ja jetzt vorbei. Jeder Kontakt zu Hunden artete in Luftbeschwerden, Augenjucken oder roten Stellen auf der Haut aus. Am schlimmsten war natürlich das Verengen der Bronchien, was ein Zusammenleben mit Wuffis unmöglich gemacht hätte. Mit Hilfe eines entsprechenden Sprays wurde das Durchatmen erst wieder möglich. Jeder Tierhaarallergiker kennt das Spielchen ja.

Ich hatte irgendwann dann aber doch einen großen Erfolg verzeichnen können … weiter geht’s mit Teil 2

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