Briefe an Julia – die schönste Liebesgeschichte ist die eigene

Auf der Suche nach einem schönen, romantischen und amüsanten Film für einen ruhigen Abend allein, stoß ich auf den Trailer von Briefe an Julia.
Ich war total fasziniert von der Geschichte einer großen Liebe – eine Liebe, die im Urlaub ihren Anfang fand, die nun mehr 50 Jahre überdauerte und die nie vergessen wurde … beständige Gefühle trotz vielen kontaktlosen Jahren. Hmm … toll! 🙂
Jetzt könnte man denken, ich würde auf mega kitschige Filme mit ganz viel Herzschmerz stehen. Aber genau das versprach ich mir nicht von Briefe an Julia. Dem ersten Eindruck zu Folge sollte es zwar ein Film mit viel Rührung sein, dennoch gewitzt und sympathisch – und die attraktive Filmbesetzung darf natürlich auch nicht unerwähnt bleiben.
Als mich eines Abends dann die Langeweile heimsuchte, griff ich zum DVD-Regal und sah mir den Film voller Vorfreude an.
– Ich muss euch vorwarnen, meine Erwartungen wurden leider ein wenig enttäuscht.

Daten: Briefe an Julia (Letters to Juliet), USA 2010, Laufzeit: 106 min

    Darsteller:

  • Amanda Seyfried – Sophie Hall
  • Vanessa Redgrave – Claire Smith-Wyman
  • Gael García Bernal – Victor
  • Christopher Egan – Charlie Wyman
  • Franco Nero – Lorenzo Bartolini

Inhalt: Kurz vor der geplanten Hochzeit reisen die junge Journalistin Sophie und ihr Verlobter Victor nach Italien, um die gemeinsame verbleibende Zeit vor dem großen Tag zu nutzen. Diese vorgezogenen Flitterwochen stellen sich jedoch bereits unmittelbar nach der Ankunft in Verona als Reinfall heraus. Statt ihre Zweisamkeit zu genießen, widmet Victor seine Aufmerksamkeit der Vielzahl an italienischer Spezialitäten, welche ihn für die Neueröffnung seines Restaurant inspirieren sollen. Sophie vertreibt sich derweil die Zeit mit Stadterkundungen. Dabei stößt sie auf die Mauer, an die verzweifelte Frauen ihre Briefe an Julia hängen, um diese Rat zu bitten. Als sie später auch noch beobachtet, wie die Briefe abgenommen und beantwortet werden, ist ihre Neugierde vollkommen geweckt. Julias Sekretärinnen, so nennen sie diese Frauen, schreiben täglich viele helfende Antworten.

Der Fund eines 50 Jahre alten Briefes in dieser Mauer bewegt Sophie dazu, selber zu Papier und Feder zu greifen und bezweckt damit, dass die nun mittlerweile ältere Dame Claire nach Italien reist.
Gemeinsam mit ihrem Enkel Charlie, begeben sich die drei auf die Suche nach Lorenzo Bartolini. Die Suche stellt sich aufgrund der Vielzahl von Namensvettern als besonders schwierig heraus. Charlies Zweifel an diesem Abenteuer werden in seiner unfreundlichen Art Sophie gegenüber deutlich.
Doch mit der Zeit entspannen sich die Verhältnisse zwischen den beiden.
Nach unzähligen erfolglosen Tagen, beschließen Sophie, Charlie und Claire ihre Reise abzubrechen und voller Enttäuschung den Heimweg anzutreten. Abschließend wollen sie auf einem Weinberg an einer Weinprobe teilnehmen, wo sie – wie es der Zufall will – auf den richtigen Lorenzo Bartolini treffen.

Sophie nimmt diese atemberaubende Suche nach einer Jugendliebe als Grundlage für ihren ersten Zeitungsartikel, der auch von ihrem Verlag veröffentlich wird. Im fernen Amerika, wo sie der Alltag wieder einholt, erkennt sie, dass ihre Beziehung zu Victor keine Zukunft mehr hat. Sie löst die Verlobung und reist zurück nach Italien, wo sie auf der Hochzeit von Claire und Lorenzo eingeladen ist – und dort trifft sie auf Charlie …

Fazit: Insgesamt war Briefe an Julia ein romantischer Film, den man sich im Falle totaler Langeweile schonmal ansehen kann.
Ich muss leider sagen, dass mir die schauspielerische Leistung wenig gefallen hat, von Amanda Seyfried ist man da besseres gewohnt.
Die Story war zwar kreativ und eigentlich auch wirklich gut, allerdings war sie an manchen Stellen ebenso unrealistisch. Dass der Zufall die drei noch zu einem Weinberg treibt, obwohl die Suche bereits aufgegeben war und sie dort den richtigen Lorenzo treffen dank dessen Ähnlichkeit zu seinem Enkel (!), scheint mir ziemlich weit hergeholt.
Wirklich kitschig ist er nicht, dafür schonmal Daumen hoch. 😉
Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, der Film war für mich jedoch leider eine herbe Enttäuschung. Aber wie ich im Internet bereits gelesen habe, spalten sich da die Meinungen.
Wie seht ihr das?

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