Der Vampir, der mich liebte - Charlaine Harris

Der Vampir, der mich liebte – Charlaine Harris

Der Vampir, der mich liebte - Charlaine HarrisDie kleine Vorschau der Handlung, die man auf jedem Buch findet, verriet mir, dass man in “Der Vampir, der mich liebte” auf den vollkommen verwirrten, attraktiven Vampir Eric treffen würde, dem man eiskalt das Gedächtnis weggehext hatte. Sookie und alle Leser des Buches würden also eine neue, ungeahnte Seite vom selbstbewussten Macho entdecken.
Die Idee an sich gefiel mir gut, allerdings war es genau diese aufbrauschende Art des Vampirs, die mir in vorherigen Büchern das ein oder andere Lächeln abgewinnen konnte. 🙂

Inhalt: Zu Bill hat Sookie keinen Kontakt mehr. Lediglich kurz vor seiner Abreise nach Peru, wo er sein geheimes Projekt weiterführen soll, dass ihm durch die Vampirkönigin von Louisanna zugetragen worden ist, wechseln die beiden ein paar Worte. Bill hat ihr seinen Treubruch erklären wollen: Er habe keine andere Wahl gehabt, als den Befehlen seiner Schöpferin Lorena Folge zu leisten, das sei bei Vampiren nunmal so.
Nachdem Sookie ihren Silvesterabend im Merlotte’s verbracht hat, fährt sie mitten in der Nacht nach Hause, in der Hoffnung, schon bald ihr Bett aufsuchen zu können. Doch als ihr auf der Landstraße ein leicht bekleideter und vollkommen verwirrter Eric entgegenkommt, der, wie sie feststellen muss, keinerlei Erinnerung an sich besitzt, bleibt ihr kaum eine andere Wahl, als ihn mit nach Hause zu nehmen.
Sie ruft Pam, Erics Stellvertreterin an und erfährt, dass ein Hexenzirkel in Shreveport sein Unwesen treibt und Eric verhext haben soll. Die Hexen wollen seine Geschäfte übernehmen und scheinen auch noch gefallen an dem gutaussehenden Vampir gefunden haben. Ein Versteckspiel beginnt.
Am nächsten Abend tauchen Pam und Chow, Erics Mitbesitzer der Bar Fangtasia, bei Sookie auf. Gemeinsam einigen sie sich, dass es für Eric am besten sei, vorübergehend bei Sookie zu bleiben und Jason, ihr Bruder, kann für ihre gefährlichen Dienste soar noch eine große Menge Geld herausschlagen.
Leider ist Jason am folgenden Tag spurlos verschwunden. Nur ein Blutfleck auf dem Steg seines hauseigenen Teiches weist auf ein Verbrechen hin, jedoch kann das Gewässer wegen Mangels an ausgebildeten Personals nicht direkt untersucht werden, so dass Sookie im Ungewissen bleibt. Was ist mit Jason passiert? Lebt er überhaupt noch? Fragen über Fragen, die sich dem Leser stellen. Sookie persönlich bringt sein Verschwinden mit dem Hexenzirkel in Verbindung.
Statt nach Hause zu fahren, versucht sie sich durch das Beschaffen von Informationen abzulenken. Von einer Arbeitskollegin erfährt Sookie dann von den Wiccas. Wicca ist eine eigene Religion, dessen Mitglieder ein wenig Hexenkunst praktizieren, jedoch keine bösartigen Personen sind.
Mit der Auskunft, die Anführerin des Hexenzirkels sei nicht nur eine mächtige Hexe, sondern auch noch eine Werwölfin, die sich von Vampirblut ernährt, (und somit ungemein stark ist) sucht sie ihrem Werwolf-Freund Alcide Herveaux auf. Als sie gemeinsam ein totes Rudelmitglied entdecken, spitzt sich die Lage weiter zu.
Zwischen Sookie und Eric entwickelt sich eine Romanze, die nicht nur auf Selbstbestätigung, sondern auf wahren Gefühlen beruht. Erics neue charmante Art verzaubert die junge Kellnerin geradezu.
Pam organisiert derweil einen Kampf und kann dabei auf die Hilfe der Wiccas und Werwölfe zählen. Die Hexen müssen ein für alle Mal sterben, damit sie nicht noch mehr Unheil anrichten können. Nachdem ein handfester, gut ausgetüfftelter Plan steht, wird das Gebäude, in dem sich der Zirkel befindet, angegriffen. Ein übernatürliches Massaker …
Am Ende der Geschichte kreuzt auch Jason wieder auf der Bildfläche auf. Er bleibt uns also in den nächsten Bänden erhalten. 😉 Und auf Eric wartet sein altes Ich…

Fazit: Wieder einmal eine tolle Geschichte, die bleibenden Eindruck hinterlässt. Es geht direkt ins Herz, wenn man die wunderbar romantische Liebesgeschichte zwischen Eric und Sookie mitverfolgen kann. Von Bill bekommt man nicht allzu viel zu hören, was ich auch nicht für weiter tragisch halte. Sowohl Erics alte, als auch seine neue (und dennoch altmodische) Persönlichkeit machen einiges her und sorgen für satte Unterhaltung. Ich fand es sehr schade, dass Eric sich nicht an die gemeinsame Zeit mit Sookie erinnern konnte, nachdem man ihn entzaubert hatte. Dafür bin ich aber verdammt neugierig auf das nächste Buch. Hoffentlich wirds was zwischen den beiden.


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