Vampire bevorzugt – Charlaine Harris

Vampire bevorzugt - Charlaine HarrisMittlerweile habe ich Buch 5 der bekannten Sookie-Stackhouse-Reihe erreicht und bin gespannt, wie es weiter geht. Besonders interessiert mich dabei natürlich die Beziehung zwischen Sookie und Eric, nach alldem, was in Band 4 (Der Vampir, der mich liebte) geschehen ist.
Dieses Mal treibt sich ein Serienmörder in der Gegend rund um Bon Temps herum, welcher sich dem Anschein nach auf Gestaltwandler spezialisiert hat.

Inhalt: Jason bricht zu seiner ersten Vollmondnacht als Werpanther auf und freundet sich schnell mit seiner neuen Zweigestaltigkeit an, ganz zu Sookies Freude.
Als Sookie nach ihrer nächtlichen Schicht in der Bar gemeinsam mit Sam das Gebäude verlässt, wird dieser angeschossen, jedoch glücklicherweise nur ins Bein getroffen. Ein Serienmörder scheint es auf Gestaltwandler abgesehen zu haben, denn bereits zuvor ist eine Gestaltwandlerin ums Leben gekommen und ein weiterer, Clavin Norris, schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Calvin ist das Rudeloberhaupt der Werpanther, welche Jason verdächtigen, die schreckliche Tat begangen zu haben, da er angeblich mit seinem neuen Leben nicht klar kommt.
Da Sam erstmal seine Pflichten als Barkeeper und Rausschmeißer nicht wahrnehmen kann, bittet er Sookie bei Eric Ersatz für ihn anzufordern. Der tritt ihr für einen Gefallen bei ihrem Boss einen Barmann ab, welcher durch sein Erscheinen an sein vorheriges Leben als Pirat erinnert – Charles Twining.
Kurz darauf suchen zwei Privatdetektive die junge Kellnerin an ihrem Arbeitsplatz auf, um sie über Debbie Pelts (Alcides Ex-Verlobte) Verschwinden auszuquetschen. Aus Notwehr hat Sookie Debbie im vierten Band umbringen müssen und sich danach der Leiche mit Erics Hilfe entledigt. Allerdings kann dieser sich nicht an die Geschehnisse wegen eines Zauberspruchs, der ihm das Gedächtnis nahm, erinnern und so lastet das traumatische Erlebnis nun ganz allein auf Sookies Schultern.
Auf die Bitte ihres guten Werwolfs-Freunds Alcide Herveaux hin, begleitet ihn Sookie auf die Beerdigung des Leitwolfs seines Rudels, welcher bei einem tragischen Autounfall zu Tode kam. Sie ist verärgert, als sie durch Dritte erfährt, dass sie durch ihre Gabe eigentlich nur Informationen für Alcide und seinen Vater, der mit einem hinterlistigen Konkurenten um die Position des Leitwolf wirbt, herausfinden soll. Allerdings ist ihr Werwolfs-Freund immernoch stark an ihrem Bett interessiert, wie er ihr schamlos mitteilt.
In Sorge um Sookie verfrachtet Sam seinen neuen Barkeeper bei ihr im Haus, der sich als sehr nützlich erweist, als ihr Heim plötzlich in Flammen steht. Der tote Brandstifter scheint zunächst ein Mitglied der Sonne gewesen zu sein, ein Gespräch mit dessen Familie wirft aber jegliche Zweifel zu seinen Motiven auf.
Sookie bekommt viele Angebote von Freunden, bei denen sie vorrübergehend wohnen kann, entscheidet sich dann aber für eins von Sams Miethäuser, da sie dort keinem zur Last werden kann.
Nach einem Büchereiaufenthalt wird Sookie dann selbst angeschossen, sie hat das Gehirn des Täters jedoch rechtzeitig wahrnehmen und sich ducken können, bevor der Schütze einen gezielten Schuss platzieren konnte.
Der hilfsbereite Exfreund Bill besucht sie natürlich im Krankenhaus und Sookie scheint seine Anwesenheit trotz seines Fremdgehens damals immernoch zu genießen.
Tara, ihre beste Freundin, wird derweil von einem Vampir, Mickey, an den sie weitergereicht wurde, misshandelt. Eric lässt seinen Sherif raushängen und alarmiert Mickeys Schöpferin, die diesen zurückpfeift. Im Gegenzug erhält er dafür von Sookie Auskünfte zu seinem Aufenthalt in ihrem Haus und deren damalige Beziehung zueinander.
Ein wenig unerwartet treffen Sam und Sookie bei ihren eigenhändigen Ermittlungen auf den Schützen mit dem Hass auf Gestaltwandler. Jedoch findet das Rätsel hier noch kein Ende: Einer der Opfer wurde von einer Kugel verwundet, die nicht zu den anderen passte. Es gibt also noch einen weiteren Schützen, mit dem Sookie schon bald unangenehme Bekanntschaft macht …
Und dann wäre da ja auch noch der Wettkampf um die Rolle des Leitwolfs, bei dem Sookie durch ihre Gabe wieder ein wenig in Schwierigkeiten gerät.

Fazit: Ich war leider ein wenig enttäuscht von diesem Buch. Es gab viel zu viele männliche Geschöpfe, an denen Sookie mehr oder weniger Gefallen fand. Es ist entnervend, wenn die Protagonistin andauernd wechselnden Typen hinterher hechelt und sich nicht entscheiden kann, wer nun wirklich einen Platz in ihrem Herzen verdient. Auf jeden Fall fielen viele Küsse und Küsschen. Es wirkt auf mich sehr unglaubwürdig, wenn Sookie selbst mit einem gutaussehenden Fremden das Bett teilen würde. Letztendlich hat es aber keiner in diesem Buch in ihr Bett geschafft, was ja auf große Selbstdiziplin schließen lässt. Insgesamt handelte das Buch von wenig Erotik und auch der Humor ging leider im hin und her unter. Die Handlung an sich war gut durchdacht, gerat aber durch Sookies inneres Gefühlschaos in den Hintergrund. Und auch der sonst so unglaubliche Schreibstil von Charlaine Harris wirkt in diesem Band eher lieblos, die Handlungen werden zu unpräzise beschrieben. Sookie rast von einem Abenteuer ins nächste.


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