Der Labradoodle im Portrait

Rassename: Labradoodle (nicht anerkannt)
Herkunft: Australien
Alter: 13-15 Jahre
Größe: 53cm – 63cm (Standard)
Gewicht: 24kg – 35kg
Verwendungszweck: Begleithund, Blindenführhund

Allgemeines: Der Labradoodle ist ein so genannter Designerhund, der durch die gezielte Kreuzung zwischen einem Labrador-Retriever und einem Großpudel entsteht. Im Gegensatz zu Deutschland hat Australien den vermeintlichen Allergikerhund bereits offiziell anerkannt. Der Labradoodle wird in verschiedenen Varianten gezüchtet:

  • F1: Die erste Generation Labradoodle ist das Produkt aus der Kreuzung zwischen einem Labrador und einem Pudel.
  • F1b: Die nächste Generation (F1b) entsteht durch die Rückkreuzung zwischen einem F1 Labradoodle und einem Pudel, wodurch das nicht haarende Fell gefestigt werden soll.
  • F2: Werden zwei F1 Labradoodle verpaart, kommt es zur F2 Generation.

Ursprung: 1989 verpaarte der Australier Wally Conron einen Labrador-Retriever und einen Großpudel, um einen Blindenführhund zu schaffen, der selbst für Allergiker geeignet ist. Bei der Kreuzung waren die Gelehrigkeit und Führigkeit des Labradors, sowie die nichthaarenden Eigenschaften des Pudelfells gefragt.

Vorgeschichte: Auf diese Idee kam er über eine sehbehinderte Frau aus Hawaii, die aufgrund der Tierhaarallergie ihres Mannes keinen Hund halten konnte. Doch ihr fehlte die alltägliche Unterstützung eines vierpfotigen Gefährten, so dass sie Wally Conron um Hilfe bat. Der erste Wurf enthielt drei Welpen, von denen direkt Fell- und Speichelproben an das Ehepaar verschickt wurden. Immerhin ein Welpe löste bei ihrem Ehemann keine allergischen Reaktionen aus. Allerdings traf der neugeschaffene Mischling bei den Menschen zunächst auf Abneigung. Erst nachdem er seinen heutigen Namen erhielt, stieg seine Beliebtheit.

Die Bezeichnung des neu geschaffenen Hundes setzt sich aus den englischen Rassennamen der Elterntiere zusammen. (Labrador+Poodle)

Labradoodle Cora

Unsere Labradoodle Hündin Cora

Erscheinungsbild: Die Fellvarianten des Labradoodles gehen von kurz, über leicht gewellt bis hin zu wollig. Besteht das Haar aus einer regelrechten Wolldecke, wird es vermutlich kaum haaren, stattdessen wächst es kontinuierlich weiter und benötigt dementsprechend regelmäßige Pflege. Setzt sich jedoch das Fell des Labradors durch, kann man davon ausgehen, dass auch dieser Labradoodle haaren wird. Das Ziel, durch entsprechende Zucht einen Fellwechsel zu unterbinden, ist bisher noch nicht erreicht.

Alle Farbvarianten sind gestattet, es gibt schließlich auch keinen Rassestandard. Sie können weiß, creme bis rotblond werden, hell- bis dunkelbraun, schwarz, bläulich, silber oder auch mehrfarbig. Der Standard-Labradoodle erreicht eine Größe von 53 bis 63 cm und ein Gewicht von 24 bis 35 kg. Es gibt mittlerweile aber auch kleinere und leichtere Varianten, die durch die Einkreuzung von Klein- und Zwergpudeln entstehen. Wie bei allen Mischlingen muss man auch beim Labradoodle mit großen äußerlichen und charakterlichen Unterschieden rechnen.

Wesen: Der Labradoodle gilt allgemein als Familienhund, der sich durch seine Intelligenz und Gelehrigkeit auszeichnet. Er lässt sich leicht erziehen, besitzt ein friedliches Wesen, verträgt sich gut mit Kindern und Artgenossen, ist sehr aktiv und verspielt.

Allergikerfreundlichkeit: Zur Überreaktion des menschlichen Imunsystems kommt es durch ein Protein, dass sich im Speichel, Kot, Urin und Fell des Hundes befindet. Es löst Beschwerden wie gerötete Augen, Augentränen oder -jucken, Husten, Fließschnupfen, Niesanfälle und Reaktionen der Haut aus. (siehe Tierhaarallergie) Der Labradoodle gilt als beliebter Allergikerhund, da er aufgrund seines Fells kaum haart und weniger dieser allergieauslösenden Substanzen an die Luft abgibt. Jedoch gibt es nie eine 100% Garantie, so dass der Tierhaarallergiker seinen potenziellen neuen Hund ersteinmal gründlich durchknuddeln sollte.

Neben dem Labradoodle gibt es noch weitere (Designer-)Hunde, wie zum Beispiel den Goldendoodle (Golden Retriever + Pudel), den Cockapoo (Cocker Spaniel + Pudel), den Schnoodle (Schnauzer + Pudel) oder den Maltipoo (Malteser + Pudel), die ebenfalls als Allergikerhunde gelten.

(Bildquelle: Oracle7, Wikipedia)

Auch noch interessant:

Kommentare

  1. Tina Volland meint:

    Hallo,
    ich habe eine 3jährige Labradoodlehündin und Euere Cora sieht auf den Bildern unserer Leni zum verwechseln ähnlich :)
    Von welchem Züchter habt Ihr euere Hündin? Wir von Familie Werner.
    Viel Spaß mit dem Familienzuwachs!
    Winterliche Grüße aus Nürnberg

    Tina

    Dienstag, 4. Januar 2011 um 13:45
    Hallo Tina,
    vielen Dank für deinen lieben Kommentar.
    Hast du vllt mal ein Bild von deiner Leni? Es würde mich schon sehr interessieren, wie unsere Cora später mal aussehen könnte. ;)
    Wir haben unsere Hündin von Frau Igel aus Diemelsee.
    Ganz liebe Grüße
    Anja

  2. Monika Gorduna meint:

    Hallo,

    ich finde es richig erstaunlich, dass man sich einen Labradoodle aufgrund der Eigenschaft des nicht haarens anschafft… Meiner Meinung nach spielt es auch eine gewisse Rolle, dass man sich an einen Pudel selber nicht ran traut bzw. man sich einen Modehund anschaffen muss (Labrador). Die dann für einen sehr hohen Preis verkauft werden. Ja ein Designerhund der nicht haart muss ja soviel kosten…

    Man sollte sich doch mal genauso gut mit einer anderen Seite auseinander setzten. Es werden ein sehr schlauer, schlanker, nicht haarender Hund, nennen wir die Rasse mal Pudel, und ein kräftiger, nicht so schlauer Hund mit einander verpaart…

    Es ist nicht so, dass ich noch einen Labradoodle gesehen habe. Emma: mit sehr schlanken Beinen, kräftigen Oberkörper, Fell like Pudel, aber sehr oft krank. Chip: sehr kräftiger Rüde mit Strubelfell, hat leider gar nichts von Pudel oder Labbi mit knapp 40kg und einige weitere mehr schlechte Beispiele für die neu gezüchtete Rasse.

    Die Gelehrigkeit kommt bestimmt nicht nur vom Labbi oder warum wurden Pudel damals als Jagd- und später als Zirkushund verwendet. Nein, es sind keine Schoßhunde.

    Ich weiß, ich bin wahrscheinlich einigen auf den Schlips getrennten, nur leider kann ich es einfach nicht mehr hören, dass alle Menschen meinen nur beim Verkreuzen der beiden Rassen (anscheindend denken alle Pudel würden wie andere Hunde haaren), ein nicht haarender Hund rauskommen.

    Falls es nun doch noch zur Anerkennung dieser Rasse kommen sollte, muss noch einiges Geschehen, dass diese Rasse in der Gesundheit, Körperbau und Fellqualität zu legt…

    Vielleicht regt es ja auch mal zum nachdenken an.

    Genauso wie bei den Neuschöpfungen: Mopu (Mops/Pudel), Americanpoo (Amerikanischer Cocker/Pudel) und wo sonst noch Designerhunde enstehen…

    Ein wenig den Kopf ein schalten wäre nicht schlecht.

    Monika

    Sonntag, 14. August 2011 um 22:45
    Hallo Monika,
    erstmal vielen Dank für deinen Kommentar.
    Wir haben uns unseren Labradoodle nicht wegen der Eigenschaft des Nicht-Haarens angeschafft, dass das nicht so ist, dass war uns vorher bewusst.
    Warum sind Labradore nicht so schlau? Da bin ich allerdings anderer Meinung.
    Es gibt genug Rassen, mit ihren körperlichen Beschwerden. Da ist der Labradoodle, ein Mischling wohlbemerkt, kein Einzelfall. Und bei unserer Cora ist bisher nichts aufgetreten. Man kann nicht gleich jede neue Mischung verurteilen!
    Für mich ist der Labradoodle ein ganz einfacher Mischling, wie jeder anderer auch. Es sind tolle Hunde, mit tollen Eigenschaften (und damit meine ich nicht das Haaren).

  3. Hallo,

    also wenn die Labradoodles noch nicht annerkannt sind als Rasse und das angeblich auch noch soooo lange dauern soll, warum werden sie dann überall als Labradoodle geführt und nicht als Mischling? Selbst als ich unseren bezüglich der Steuer angemeldet habe, wurde da Labradoodle eingetragen. Überall wo ich ihn gemeldet habe: Labradoodle.

    Jeder Hund kann krankwerden. Gut bei der einen Rasse mehr bei der anderen Rasse weniger.
    Aber als gutes Beispiel: Schäferhund. Annerkannte Rasse und? Sehr viele haben HD.

    Ich finde das kann man nicht so vorverurteilen.
    Außerdem muss man ja mal den Hintergrund betrachten, wofür diese Rasse gezüchtet wird. Für beispielsweise blinde, die auf einen Begleithund angewiesen sind, aber eine Tierhaarallergie haben.
    Das natürlich dann auch immer mehr “Privatpersonen” mit Allergei darauf zurückgreifen ist doch klar und finde ich auch nicht schlimm.

    Mein Freund reagiert auf jeden Hund, obwohl er eigentlich laut Test keine Allergie gegen Hundehaare hat *komisch*
    Auf den Labradoodle reagiert er garnicht. Wir haben verschiedene Rassen ausprobiert: Labrador, Schäferhund, Mixe. Egal welches Tier, er reagiert. Beim Labradoodle nicht und darum haben wir uns dafür entschlossen. Ich persönlich hätte leiber einer armen Seele aus dem Tierheim geholfen, aber das geht leider nicht. Also warum sollten solche Personen nicht auf den Labradoodle zurückgreifen, wenn sie sehr gerne einen Hund haben möchten, aber es mit den “annerkannten Rassen” nicht klappt.

    Grüße

  4. hallo,

    ich habe ihre labradoodle hündin cora gesehen und wollte sie fragen woher sie ihre hündin haben.
    ich interessiere mich für einen labradoddle und ihrer ist besonders hübsch.

    danke
    verena

  5. hallo
    bin per Zufall auf diese Seite gestossen.
    Ich habe vor 4 Jahren einen Labradoodle gekauft, weil er vom Wesen perfekt in unsere Familie passt.
    Meine Tochter hat ADHS und unsere Dala ist ihr ständiger Begleiter, Tröster, Spielkamerad und schläft auch bei ihr im Bett. Da ist es ein Riesenvorteil dass Dala sehr wenig haart.
    Ich kann nur bestätigen, dass diese “Rasse” sehr gelehrig, sehr feinfühlig und der perfekte Familienhund ist.
    Aus meinem 1.Wurf kam 1 Welpe zu einer Familie, wo der Sohn allergisch auf Hundehaare ist ( die Freude war riesig ), ein Welpe wird in der Therapie ausgebildet. Ob die Rasse nun anerkannt ist oder nicht, wenn man alle Untersuchungen und die Welpenaufzucht gewissenhaft macht, mit Herz dabei ist, ist das Nebensache.

  6. Ach ja, das Thema Labradoodle ;)

    Ach wenn ich hier wahrscheinlich bei einigen anecken werde, ich finde es einfach ziemlich daneben gezielt Mischlinge zu ”züchten”.
    Denn leider läuft es bei diesen Designerrassen so ab. Man nehme einen Hund dieser Rasse, einen dieser Rasse und Schwupps: der Labradoodle ist entstanden. verückt oder?

    Um eine neue Rasse zu züchten, bedarf es um einiges mehr. Und auch die Behauptung, dass diese Rasse nicht krankheitsanfällig ist, oder nur das beste zweier Rassen vereint, ist doch an den Haaren hervorgezogen. Man kann dieser verpaarung doch nicht vorher sagen, was genau bei den Welpen durchkommt.
    Entweder sie haaren wie der Labrador, sind ehr schwer und massig, oder haben mehr vom Pudel. Aber ein einheutliches Rassebild entsteht so noch lange nicht.

    Klar, jede Rasse ist durch das Kreuzen unterschiedlicher Rassen entstanden.
    Dass der Labradoodle in Australien anerkannt ist, hat allerdings ganz andere Gründe.
    In diesen Hund dort wurden fünf oder sechs verschiedene Rassen eingekreuz und über Generationen ausselektiert. Die Zuchthunde sind alle registriert. Zum Beispiel duch : Alfa Europe.
    Wer bei einem Züchter auf einen Labrador und einen Pudel trifft, erwirbt keinen echten Labradoodle, sondern nur einen Mischling.

    Ich will damit nicht sagen, dass diese Tiere schlecht sind, aber jeder sollte für sich entscheiden, ob er so etwas unterstützen möchte. Es gibt ja wirkliche einige ”Züchter” die wenigstens bei der Auswahl der Zuchttiere auf Abstammung und Gesundheit achten, trotzdem gibt es verdammt viele schwarze Schafe.

    denn so ein Designerhund, ja der muss ja Geld kosten. Denn was angeblich hypoallergen ist und in den USA Trend ist, das lässt sich auch hier gut verkaufen…..

  7. Hallo,
    Kommentar zu Steffi,

    wenn man aus lauter Frust alle neuen Hunderassen verurteilt, sollte man sich in Sibyrien bei Wasser und Brot einsperren lassen. Viele Menschen mit Allergie sind froh, dass es solche Züchtungen gibt. Dass Deutschland dies nicht anerkennt, liegt nicht an der Rasse sondern an irgendwelchen Bürokraten und Beamten welche von Hunde keine Ahnung haben.

  8. Kathrin meint:

    Hallo zusammen,
    ich verstehe diese ganze Diskussion einfach nicht. Es gibt Menschen, die sich aus bestimmten Gründen für einen Tierheim-Hund entscheiden, es gibt Menschen, die sich aus bestimmten Gründen gegen einen Tierheim-Hund entscheiden. Es gibt Menschen, die sich aus einem bestimmten Grund für den Welpen vom Bauernhof nebenan entscheiden, es gibt Menschen, die sich aus bestimmten Gründen dagegen entscheiden. Es gibt Menschen, die wollen einen Rassehund mit Stammbaum, es gibt Menschen, die wollen einen Designerhund, es gibt Menschen, die wollen einen Mischling und wieder gibt es tausend Gründe dagegen. Ist es nicht wichtiger, dass jeder, der sich ein Tier anschaffen möchte, sich mit seinen Gründen ausreichend auseinander setzt, für und wider abwägt und dann zu einer verantwortlichen eigenen Meinung kommt? Ist es dann nicht auch wichtig, das Hundeleben lang für den ausgesuchten Hund Verantwortung zu übernehmen und ihn artgerecht zu halten, ihm eine verlässliche Beziehung zu bieten? Ist es nicht auch wichtig, dass man sich z.B. gegen Tierhändler, schlechte Züchter oder schlechte andere Veräußerer entscheidet?
    In Deutschland ist alles immer sooooooooo eng und am besten sollte jeder nur das tun, was der andere möchte, sonst kann er sich Vorwürfe, Pseudotipps und Rechthabereien anhören. Hört doch auf damit und freut euch daran, dass ihr alle eine eigene Meinung und eure eigenen Gründe habt. Es sind für Euch sicherlich die Richtigen gewesen.
    Es lebe die Vielfalt. Und das gilt meiner Meinung nicht nur für Hunde…
    Anna-Maria, Eure Hündin schaut ganz bezaubernd aus. Und es kommt rüber, dass sie einen besonderen Stellenwert bei Euch in der Familie hat.

Ihre Meinung ist uns wichtig

*

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *