Trotz Hundehaarallergie einen Hund halten?

Mich hats früh erwischt und trotz Tierhaarallergie lebe ich jetzt schon seit 5 Jahren mit unserer reizenden Labradoodle-Hündin zusammen!
Nur ganz selten, wenn Imunsystem und Hormone verrückt spielen, merke ich meine Allergie noch bei unserem Labradoodle – wirklich selten. Grundsätzlich war ich aber auch in den letzten Jahren fast nie krank, der Hund hat meine Gesundheit also keinesfalls beeinträchtigt.

Wer wissen will, welch langen Weg ich hierbei gegangen bin, der liest doch gerne meinen Beitrag zur Allergiefreiheit.

Cora feiert ihren 1. Geburtstag

Gestern, den 28.08.2011 hatte neben Johann Wolfgang Goethe auch noch unsere kleine, bezaubernde Cora Geburtstag. Das Prachtexemplar ist nun ein Jahr alt geworden, was bedeutet, dass sie schon seit 10 Monaten in unserem Hause rumstreunert. 😛
Cora hat sich auf jeden Fall über die vielen Leckerlis am gestrigen Tage sehr gefreut.

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute, meine liebe Cora.

Mein Weg zur Allergiefreiheit (3) – Die homöopathische Behandlung

Im November vergangenen Jahres habe ich mich dann auch an einen Heilpraktiker gewandt, der meine Allergie gänzlich ausrotten sollte. Über Bekannte hatte ich bereits von erfolgreichen homöopathischen Therapien gehört. Und was andere können, das kann man selbst bekanntlich auch.
Von meiner Mutter wusste ich, dass ein Bekannter seine wirklich starken Allergiebeschwerden dank Homöopathie in den Griff bekommen hatte und letzlich beschwerdefrei war. Und auch ein Internetkontakt hatte mir vom positiven Ausgang einer Bioresonanzbehandlung berichtet. Da ich meine Allergie so schnell wie möglich ganz loswerden wollte, um auch mit anderen Hunden rumtoben zu können, durchforschten wir das Internet nach einem geeigneten Heilpraktiker, den wir auch nach kurzer Zeit fanden. Sowohl bei meinen Eltern, als auch bei mir blieb eine gewisse Skepsis, doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Hätte ich es nicht ausprobiert, würde mich der Wunsch nach Allergiefreiheit immer noch plagen und ich hätte so einiges verpasst. Besonders meine Mutter, als ausgebildete Krankenschwester, konnte sich nicht mit der Kunst der Homöopathie anfreunden, doch auch sie wollte es auf einen Versuch ankommen lassen. Ich wünschte mir die Therapie dann zu Weihnachten, damit konnten meine Eltern dann auch gut leben.

Also hatten wir uns einen Termin bei besagten Heilpraktiker im 45 Minuten weit entfernten Bielefeld geben lassen, damals war ich noch 17. Bei unserem ersten Besuch musste ich erstmal jede Menge Angaben machen und ich war froh, meine Mutter dabei zu haben. Neben den üblichen Daten wie Name, Adresse und Geburtsdatum fielen noch einige Fragen zu meinem familiären Hintergrund, hauptsächlich bzgl. Krankheiten innerhalb der Familie. Für meine Therapie schien das Klären dieser Fragen von großer Bedeutung zu sein, mein Heilpraktiker musste schließlich analysieren, wo der Ursprung dieser Allergie lag. Dank meiner Mutter ließen sich all diese Fragen gut beantworten, ich hätte an dieser Stelle nur wenig ausrichten können. Vielleicht kannte ich die Krankheiten und Beschwerden meiner Großeltern noch, aber von deren Geschwistern und Eltern hatte ich keine Ahnung.
Ich glaube, mein erster Besuch dauerte fast zwei Stunden, der freundliche Herr nahm sich wirklich viel Zeit für uns und schien sich auch alles gründlich mitzuschreiben, damit er ein individuelles Patientenprofil erstellen konnte. Er kontrollierte mit Hilfe eines Gerätes dann noch einige Werte, (Organfunktionen?!) dafür maß er diese mit Hilfe eines Aufsatzes an bestimmten Punkten der Hände und Füße. Diese Kontrolle fand dann jede Behandlung statt, welche ungefähr eine Stunde beanspruchte.
Über ein halbes Jahr bin ich ungefähr jeden Monat zu diesem Heilpraktiker gewandert. Er begann den Kampf gegen die Allergie mit kleinen homöopathischen Mitteln in Form von Globuli, gelegentlich führte er aber auch Bioresonanz durch, gab mir irgendwelche Öle oder Kochsalzmischungen. Die Globuli sowie den anderen Krams musste ich dann zu Hause immer schön einnehmen, er hatte mir aufgeschrieben, zu welcher Tageszeit und an welchen Tagen dies der Fall sein musste.
Mein Heilpraktiker heißt im übrigen Bernd Kirsch (Elpke 18, 33605 Bielefeld, Tel.: 0521-2399250). Weitere Informationen findet ihr auf seiner Internetseite (http://www.heilpraktiker-kirsch.de/). Wenn ihr ihn kontaktiert, dann erwähnt doch bitte meinen Blog oder meinen Namen, das wäre eine kleine Bitte. 🙂

Zu Anfang schien mir die Behandlung keinen merklichen Erfolg zu versprechen. Atembeschwerden bei kurzzeitigen Tierarzt besuchen blieben, Hautrötungen bei Kontakt mit anderen Hunden (und gelgentlich dem eigenen) blieben. Das Ganze war ziemlich frustrierend und meine Mutter sah sich schon fast in ihrer Skepsis bestätigt. Wenn ich dann doch mal wieder was merkte, meine Bronchien sich beispielsweise verengten, dann konnte ich jederzeit meinen Heilpraktiker anrufen, der mir dann entsprechende Anweisungen gab. Auch zu späten Tageszeiten war er für seine Patienten da, so kam es, dass meine Mutter zur späten Stunde noch ein paar homöopathische Mittel abholen musste, weil es mir so grottig ging. Ja, ich war zwischenzeitlich wirklich verzweifelt und glaubte schon fast gar nicht mehr an meine erträumte Allergiefreiheit.
Allerdings wurde es zum Ende meiner Behandlung rapide besser. Die Abstände zwischen den Sitzungen wurden ungefähr um zwei Wochen länger, so dass wir nicht mehr ganz so oft nach Bielefeld düsen mussten. Mittlerweile habe ich keine Probleme mehr, weder mit unserem, noch mit anderen Hunden.

Jetzt verzeichnen wir August 2011, ich habe zahlreiche Sitzungen hinter mir, Globuli geschluckt und Bioresonanz vornehmen lassen. Besonders in den letzten Wochen meiner Behandlung konnte ich eine merkliche Verbesserung vernehmen. Bei Cora juckt mich nun gar nichts mehr. Aufenthalte beim Tierarzt verlaufen nun beschwerdelos. Sie ist weg!

Es war wirklich das Beste, was ich hätte machen können, diese homöopathische Behandlung. Zwar war es kostenspielig und langwierig, aber dafür auch effizient. Das Endergebnis übertrumpft dann doch alles andere. Ich hätte früher wirklich NIE gedacht, dass ich meine Tierhaarallergie jemals loswerden würde, sie war einfach so lange da und hat mir so vieles verdorben. 🙁 Deswegen kann ich jedem skeptischen Allergiker nur empfehlen, einen Heilpraktiker aufzusuchen und sich wenigstens mal beraten zu lassen. Mir hat die Behandlung sehr weitergeholfen und ich denke, dass auch andere Leute davon profitieren werden (wenn man sich traut :P)

In meiner kleinen Welt hat sich einiges verändert, ich kann mir diesen Hund auch gar nicht mehr wegdenken. An dieser Stelle endet meine Allergiker-Laufbahn nach 8 Jahren ständiger Ärgernisse.

Wollt ihr raten, wer gerade, genau in diesem Moment, gemütlich auf meinem Bettchen schlummert? Wenn Mutter das wüsste …

Mein Weg zur Allergiefreiheit (2) – Der Labradoodle

Im Laufe der Zeit hatte ich von der ultimativen allergikerfreundlichen Hundezüchtung, dem Labradoodle, gehört. Doch zunächst konnte ich dieser Idee nur Skepsis entgegenbringen. Schließlich sind die Haare nicht ausschlaggebend für die auftretenden Symptome (siehe auch Tierhaarallergie).
Verhandlungen mit meinen Eltern scheiternten immer aufs Neue, Gesundheit geht nunmal vor. Der Wunsch nach einem Haustier wurde aber auch bei meiner Mutter immer größer, proportional zum Alter ihrer Kinder, die immerhin auch mit ihren eigenen Angelegenheiten zu kämpfen hatten, haben und auch immer haben werden.

2010 war dann das Jahr, auf das ich solange hab warten müssen. Ich hatte Frau und Herr Steffens überzeugen können, dass ein Leben mit Hund durchaus denkbar wäre, das Asthma meines Bruders war in der Pubertät verschollen gegangen. Das Hirngespinnst des Labradoodles kam mir in meiner Argumentation natürlich besonders gelegen. 😉 „Sicherheitshalber“ wollten wir dann doch lieber die angeblich allergiefreundliche Hundevariante.

Nachdem uns das World Wide Web auf einen Züchter gestoßen hatte, Telefonate mit diesem geführt und alles Mögliche bequatscht wurde, konnte Operation „Allergie, du kannst mich mal“ eingeleitet werden.
Beim ersten Besuch der Zuchtstätte waren die Welpen, unter ihnen die bezaubernde Cora, gerade erst geboren, ich meine, sie wären erst einen Tag alt gewesen. Mein Herzchen schlug an diesem Tag besonders schnell und laut. 🙂 Sechs Wochen später konnten wir unser Möppelchen dann mit der Fähigkeit des Rumtollens begutachten. Bei diesem zweiten Besuch sollte ich meine Nase ganz tief in ihr Fell halten, um unseren potentiellen Hund auf seine Allergiefreundlichkeit zu testen. Da sich tausend andere Hunde ebenfalls im Raum befanden, kann man hier nicht von einem einwandfreien Testverlauf sprechen. Dementsprechend fiel auch das Ergebnis aus, so richtig gut durchatmen konnte ich nicht. Aber das hätte ich zu diesem Zeitpunkt sowieso nicht mehr zugegeben. 😛
Meine Mutter zweifelte ab und zu an dieser Entscheidung und hatte Angst, dass sie den Hund wieder abgeben müsse. Ich glaube, ich wäre eher ausgezogen, als dass wir dieses kleine Wesen wieder hergegeben hätten.
Wir rüsteten auf. Es wurden Halsbänder, Leinen, Näpfe, Decken und Boxen gekauft, alles, was ein kleiner Hund benötigt. Irgendwann waren wir dann auch bestens gewappnet für DEN Tag.

Mit acht Wochen, am 23.10.2010 zog das kleine Monster dann bei uns ein. Alleine dieser Zustand machte mich schon überglücklich. Auf der Rückfahrt im Auto, ich war damals nur mit meiner Mutter hingefahren, um unseren Labradoodle abzuholen, wartete ich regelrecht darauf, dass ich Atembeschwerden bekam. Aber, unglaublich ey, ich wartete umsonst. Denn es kam gar nichts, kein Keuchen, kein Husten, keine Luftprobleme, richtig verblüfft war ich.
Auch in den nächsten Wochen konnte ich keine gravierenden Beschwerden verzeichnen, abgesehen von gelgentlichen Hautreizungen, die nun wirklich kein Problem darstellten.
Ich weiß nicht, wie man überglücklich in Worten noch steigern soll, aber als ich erkannt hatte, dass Cora bei mir keine Luftprobleme verursachte, erreichte ich eine neue Dimension von GLÜCK! Es ist wirklich unglaublich, so etwas feststellen zu können, obwohl man all die Jahre zuvor nie auf einen Hund getroffen hatte, bei dem man keine Atembeschwerden hatte. Naja, okay … gelgentliche Hautreizungen, mit denen konnte ich eindeutig leben. Nicht nur das Wesen unserer Hündin macht sie also zum perfekten Hund für uns. Man sollte wirklich nicht direkt aufgeben, die Chance, einen Hund zu finden, der bei einem keine Beschwerden auslöst, ist nicht undenkbar und bei uns dauerte die „Suche“, wenn es denn eine war, nicht besonders lange.

Um aber auch die juckenden Stellen auf der Haut zu bekämpfen, leitete ich eine neue Mission ein. Weiter geht’s mit Teil 3

Mein Weg zur Allergiefreiheit (1) – Mein Allergiker-Lebenslauf

Viele skeptische Allergiker denken vermutlich schon beim Lesens des Titels, dass das vollkommener Schwachsinn und gar unmöglich ist. Ich gebe zu, dass auch ich nie wirklich daran glauben konnte, meine Allergie irgendwann mal loszuwerden. Doch jetzt wohne ich mit einer ziemlich frechen, dennoch sehr liebenswerten Labradoodle-Hündin unter einem Dach, gelegentlich auch unter einer Bettdecke. 😉

Ich habe mir mal erlaubt, meine kleine Geschichte in einem dreiteiligen Artikel zu verschriftlichen und damit dem ein oder anderen Allergiker Mut zu machen. Der erste Teil beginnt mit der Vorgeschichte zu meiner Allergie, wie sie mir zum ersten Mal begegnet ist und mich seit dem auf Schritt und Tritt verfolgt.

Mein Allergiker Lebenslauf begann ungefähr in der 5. Klasse, also mit ca. 10 Jahren.
Zuvor hatte die Gegenwart des Hundes meiner Großeltern, bei denen ich zu Grundschulzeiten täglich am Mittagstisch saß, nie Beschwerden bereitet. Ich konnte mich stundenlang mit diesem in geschlossenen Räume aufhalten, ohne jegliche Anzeichen einer Allergie. Nach dem Tod der lieben Trixi fing das Grauen dann eigentlich erst an.
Nichts ahnend, schließlich gab es im Vorfeld keine Anzeichen für Probleme, traf ich mich mit einer Freundin bei ihr zu Hause, wie man das als kleines Mädchen nunmal gerne macht. An dem Tag sind wir ordentlich durch die Betten gehüpft und haben wohl auch eine Menge Staub aufgewedelt, zumindest war ich am Abend völlig außer Atem, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bekam kaum noch Luft, ein kräftiges Durchatmen ging leider überhaupt nicht mehr. So wurde ich mit meinem ersten und glücklicherweise auch einzigen Asthmaanfall konfrontiert. Danach kamen mir aber keine Asthma bedingten Aussetzer mehr in die Quere, so dass ich eindeutig sagen kann, nicht an Asthma leiden zu müssen.
Der Allergietest bescheinigte mir dann auch eine Allergie gegen Hunde, Katzen und Pferde. Da sowohl ein Pricktest als auch ein Rast-Test positiv ausgefallen waren, war das Ergebnis ziemlich eindeutig. Für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen. Mein größter Wunsch war es immer, selbst einen Hund halten zu können, das Asthma meines Bruders hatte mir das zuvor immer verwehrt und nun sollte es auch gleich noch für immer sein … ?! … Ziemlich dämlich fand ich das!
Im Prinzip konnte ich mich nie mit dem Gedanken anfreunden, auch wenn ich es ernsthaft versucht hatte. Indianerehrenwort.
Immerzu versuchte ich meine Eltern zu überzeugen, doch die blieben hart. Mir sind damals so viele Tränen über die Wangen gekullert, jedes Mal wenn das Thema Hund wieder aufkeimte und dann wie eine Siefenblase zerplatzte, brach ich in Heulausfällen aus. Sehr theatralisch, ich weiß. 😉

Ich konnte einfach nichts ausrichten. Dass der Nachbarshund für eine Woche bei uns wohnen durfte, da deren Besitzer im Urlaub waren, das war das höchste, was meine Eltern mir zumuten wollten. Die Zeit ließ sich gut überbrücken, natürlich nicht gänzlich beschwerdefrei und teilweise ging es mir wirklich ziemlich mies dabei. Aber für meine Seele war es Balsam. 🙂

Die gut acht Jahre, in denen mir die Allergie als ständiger Begleiter nun bekannt ist, sind ja jetzt vorbei. Jeder Kontakt zu Hunden artete in Luftbeschwerden, Augenjucken oder roten Stellen auf der Haut aus. Am schlimmsten war natürlich das Verengen der Bronchien, was ein Zusammenleben mit Wuffis unmöglich gemacht hätte. Mit Hilfe eines entsprechenden Sprays wurde das Durchatmen erst wieder möglich. Jeder Tierhaarallergiker kennt das Spielchen ja.

Ich hatte irgendwann dann aber doch einen großen Erfolg verzeichnen können … weiter geht’s mit Teil 2

High Five – Wir sind ein Team

Nächsten Monat wird unser liebes Möppelchen schon ein Jahr alt. Wie schnell die Zeit doch an uns vorbei rast.
In diesen nun 9 Monaten, seit Coras Einzug, sind wir ein ziemlich gutes Team geworden. Nicht nur der Hund, auch wir haben viel gelernt und so ein Spaziergang sorgt doch immer wieder für einen freien Kopf. Am 28.08. hat halt nicht nur Goethe Geburtstag, sondern auch eine zauberhafte, kleine Persönlichkeit. Die ersten grauen Haare besitzt sie auch schon, Mischling halt. 😛
Das Kommando „High Five“ beherrscht sie übrigens tatsächlich, sowohl im sitzenden als auch im stehenden Zustand.
Also eigentlich wollte ich euch ja nur dieses extrem coole Bild zeigen und nebenbei Moppsis Geburtstag erwähnen … der Hund ist übrigens geschoren worden, wie so ein richtiger Pudel.

Dem Hund eine Rolle beibringen

Da ich für meine Facharbeit einen praktischen Teil brauchte, habe ich mich kurzerhand für eine Rolle entschieden. Hier zeige ich euch, wie Cora und ich das Ganze angestellt haben.

Die Durchführung

  • 1. Zu Beginn des Versuchs wird der Hund mit dem Befehl „Platz“ zum hinlegen aufgefordert.
  • 2. Der Durchführende nimmt das Leckerli in die Hand und lässt den Hund gegebenenfalls daran schnuppern, damit dieser seine Aufmerksamkeit darauf richten kann.
  • 3. Danach wird die Schnauze durch die Hand zur rechten oder linken Bauchseite geführt, je nachdem welche Liegeposition der Hund eingenommen hat.
  • 4. Erst wenn sich die Schnauze in der Bauchgegend befindet, wird sie hoch in Richtung Rücken geleitet. Dieser Vorgang entspricht in etwa der Geste eines liegenden Hundes, der versucht, sich den Rücken zu lecken.
  • 5. Das Leckerli wird solange vor der Schnauze entlang zum Boden hin geführt, bis die Rolle korrekt absolviert wurde. Während der Hund in der Rollbewegung ist, muss das Hörzeichen deutlich und bestimmt erfolgen. In diesem Fall „Roll dich“.
  • 6. Daraufhin wird ihm das Leckerli gegeben und er wird für seine Leistung ausgiebig gelobt.
  • 7. Anschließend wird der beschriebene Ablauf mehrmals wiederholt.
  • Beobachtung
    Der auf das Leckerli fixierte Hund folgt der Hand bis zur Beendigung des Versuches. Kann der Hund aus seiner liegenden Situation heraus, das Leckerli nicht mehr erreichen, da es zu weit in Richtung Rücken geführt wurde, dreht er seinen Körper automatisch, sodass er auf dem Rücken liegt. Mit Hilfe des Leckerlis kann der Hund eine vollständige Rolle machen.
    Während der ersten Versuchsdurchgänge führt der Hund seine Rolle nicht fließend durch, da er sich immerzu auf das Leckerli konzentriert. Sobald er auf dem Rücken liegt, verweilt er eine Weile, bis man ihn mit Hilfe des Leckerlis wieder in die Liegeposition versetzen kann. Bereits am zweiten Tag lässt sich ein Fortschritt erkennen. Der Hund folgt der Hand weniger mühselig. Sobald er auf dem Rücken liegt, führt er die Rolle, geleitet durch das Leckerli, in einem ununterbrochenen Ablauf durch. Es reicht mittlerweile aus, den vorgegebenen Versuchsablauf ohne das Futter umzusetzen und dieses dem Hund nur bei erfolgreichem Abschluss der Rolle als Belohnung zu geben. An Tag drei ist der Hund in der Lage, die erwünschte Handlung zu zeigen, während man lediglich mit der Hand auf den Boden hinter ihm zeigt. Im Laufe der folgenden Tage ist dann nur noch der zur Seite hin ausgestreckte Arm notwendig, damit sich der Hund rollt.

    Das Endergebnis könnt ihr euch übrigens hier ansehen: Hund rollt sich

    Hund rollt sich

    Im Rahmen meiner Facharbeit musste ich ein Experiment für den praktischen Teil durchführen. Da ich über die operante Konditionierung geschrieben habe, bot sich die Rolle beim Hund an. Wer sich ansehen will, wie man dem Hund eine Rolle beibringt, der klicke doch bitte hier: Dem Hund eine Rolle beibringen
    Hier könnt ihr sehen, was dabei rausgekommen ist. Leider war Cora durch die raschelnden Blätter ein wenig abgelenkt, draußen waren die Licht- und Platzbedingungen aber einfach am besten.

    Roll Dich from Gerald Steffens on Vimeo.

    Kleiner Tipp: Trockene Haut und trockenes Fell?

    Die Kälte des Winters verursacht blitzschnell trockene Haut und trockenes Fell bei unseren vierbeinigen Lieblingen. Es gibt aber eine simple Möglichkeit, dies zu reduzieren. Kleiner Tipp: Einfach morgens und abends einen Teelöffel kaltgepresstes Öl unters Futter mischen.
    Coras Fell strahlt wieder vor Perfektion. 🙂