Vorübergehend tot - Charlaine Harris

Vorübergehend tot – Charlaine Harris

Vorübergehend tot - Charlaine Harris Das Buch „Vorübergehend tot“ ist Bestandteil der erfolgreichen Sookie-Stackhouse-Buchreihe von Charlaine Harris. Es ist der erste Band von insgesamt zehn Büchern, in denen das aufregende Leben der jungen Kellnerin Sookie Stackhouse mit ihren übernatürlichen Freunden und Fähigkeiten auf 328 Seiten erzählt wird. Für die bildliche Darstellung der Buchreihe sorgt seit 2008 die amerikanische Fernsehserie „True Blood“, vom Macher von Six-Feet-Under Alan Ball, welche in der USA großes Ansehen genießt.
Ich erfuhr über genau diese Serie von den Büchern. „True Blood“ hat mich so sehr fasziniert, dass ich mich dazu entschlossen hatte, mir auch einmal das Grundgerüst dazu genauer anzusehen. Außerdem wollte ich wissen, inwiefern Aspekte über die Vampirexistenz von der überall bekannten Bis(s)-Reihe enthalten sind, ob es viele neue Ansätze gibt oder halt nicht. Ich kann jedem „True Blood“ nur wärmstens empfehlen, da diese Serie nicht nur über tolle Schauspieler und Handlungen verfügt, sondern auch über extrem viel Spannung und jede Menge Humor. Im Gegensatz zu Twilight wird auch um einiges mehr Blut vergossen und der ein oder andere lässt schonmal die Hüllen fallen.

Die Idee der Sookie-Stackhouse-Buchreihe unterscheidet sich besonders in einem Punkt von vielen anderen Vampir-Geschichten: Die Vampire nehmen am öffentlichem Leben teil. Das geht dem Großteil der Bevölkerung verständlicherweise gehörig gegen den Strich, da ein Mensch für einen Vampir lediglich einen kleinen Leckerbissen darstellt.

Inhalt: Auch in der kleinen Stadt Bon Temps im US-Bundesstaat Louisanna kreuzen auf einmal Vampire auf, die allein durch ihre Anwesenheit für Angst und Schrecken sorgen, weswegen kein Bewohner nachvollziehen kann, was die seltsame Kellnerin Sookie Stackhouse zu den Wesen der Nacht hinzieht.
Sookie ist jung, hübsch und schlank, 25 Jahre alt und Kellnerin in der Bar Merlottes. Es gibt wohl kaum einen männlichen Vertreter der Stadt, der sie von der Bettkante schubsen würde, selbst nicht ihr Chef Sam. Dennoch geht Sookie nie aus, was sie auf ihre „Behinderung“ zurückführt. Sie ist Telepathin, das heißt, sie kann die Gedanken der Menschen in Form von Sätzen, Bildern und Gefühlen um sie herum empfangen. Es benötigt viel Konzentration und Übung, um diese Gedanken, die von überall her einsprudeln, abzuschirmen und zu ignorieren.
Umso erfreuter ist Sookie, als der Vampir Bill Compton in der Bar auftaucht und es ihr verwehrt bleibt, in seinen Kopf zu gucken. Doch ihre Anfreundung beginnt nicht mit einem friedlichem Vorfall:
Zwei Besucher der Bar, liebevoll „die Ratten“ von der jungen Schönheit genannt, planen den alten Vampir ausbluten zu lassen, um einen hohen Profit mit seinem Blut zu erschlagen. Vampirblut gilt nämlich neuerdings als Modedroge, die für Krankheitsheilungen und verbesserte Potenz sorgt. Als Sookie durch Zufall diese abscheulichen Gedanken hört, versucht sie Bill ausfindig zu machen. Letztendlich findet sie ihn, gefesselt mit Silberketten in einer dunklen Ecke des Parkplatzes der Bar, während die Ratten ihm das Blut abzapfen. Ganz allein, nur mit Hilfe einer Motorradkette, kann sie die beiden Täter davonjagen und Bill somit das Leben retten.
Dieser ist zwar dankbar, möchte aber Sookie zunächst nicht einreden, dass sie sicher in seiner Gegenwart ist, was diese natürlich kaum abschreckt.
Tage später trifft sie ihn erneut im Lokal an und bittet ihn, nach der Arbeit auf sie vorm Hinterausgang zu warten. Ihre Oma hat sie gebeten, den Vampir zu fragen, ob er im Bürgerkrieg gewesen ist und vielleicht bereit wäre, vor ihrem Verein der ruhmreichen Toten ein wenig darüber zu plaudern.
Nach Feierabend jedoch ist Bill nicht am vereinbarten Treffpunkt und Sookie wagt sich weiter hinaus auf den scheinbar menschenleeren Parkplatz. Als Dank für ihre Gutmütigkeit gegenüber dem Vampir, wird sie dann von den Ratten verprügelt. Doch bevor Sookie den Geist aufgibt, klärt Bill die Situation, tötet die Ratten und versorgt die junge Kellnerin mit seinem Blut (welches ja zur vollständigen Genesung führt).
Das ist der Anfang einer tollen Liebesgeschichte. 🙂
Die Leichen der Schläger sind natürlich professionell entsorgt worden, damit auch ja keiner auf die Gedanken kommen kann, jemand hätte bei ihrem Tod nachgeholfen.
Für große Unruhen sorgen dann die Morde, die sich plötzlich im kleinen Bon Temps ereignen. Die beiden ersten Opfer sind Fangbanger gewesen, das heißt, sie haben gerne Sex mit Vampiren gehabt und sich von ihnen beißen lassen, so dass ein Verdacht zunächst auf Bill und seine Artgenossen fällt. Aber auch Sookies Bruder Jason scheint für die Polizei ein gefundenes Fressen, da er mit beiden Frauen ein sexuelles Verhältnis gehabt hat.
Um sich ein wenig in den Köpfen anderer Menschen umzuhören, besucht Sookie in Begleitung von Bill die Vampirbar „Fangtasia“. Da trifft sie auf den mächtigen Vampir Eric, der Gefallen an ihr findet, was bei ihr aber auf Ablehnung trifft.
Im Laufe des Geschehens stirbt dann auch noch Sookies geliebte Oma Adele Hale Stackhouse, vermutlich ebenfalls dem Mörder in die Hände gefallen. Der Fundort der Leiche stellt ein reinstes Blutbad dar. Jedoch vermutet Bill, dass der Angriff nicht der alten Dame, sondern Sookie selbst gegolten hat.
Und als wäre das nicht genug, verlangt auch noch Eric, der älter und mächtiger als Bill ist, Geschäfte mit Sookie zu machen. Bill hat keine andere Wahl, als sie ihm auszuliefern. Aber die junge Kellnerin schlägt sich gut und geht einen Kompromis mit dem Sheriff des 5. Bezirks, Eric, ein.
Mit Hilfe ihrer Gabe kann sie dann herausfinden, wer das Fangtasia um jede menge Geld erleichtert hat. Als derjenige handgreiflich wird, schreitet Eric ein und rettet ihr das Leben.
Weil Bill fürchtet, dass Eric mit seiner Position als Sheriff zu großen Anspruch auf seine Geliebte hegen kann, verreist er, um seinen Grad im Vampirkreis zu verbessern. Das trifft sich nicht allzu gut, da Sookie ja befürchtet, dass der Mörder sich auch an ihr vergreifen will und sie dann ja regelrecht schutzlos zurückgelassen wird. Ein völlig verstörter Vampirkollege hält dann aber Wache vor dem Haus der Stackhouses.
So wie es der Zufall will ( 🙂 ) macht sich der Mörder die Lage zu nutzen, veräppelt den verstörten Vampir und jagt Sookie hinterher…

Fazit: Ein schönes, humorvolles und auch romantisches Buch, dass jeden in den Bann zieht: Der Anfang einer großen Liebe.
Ich persönlich, kann es nur weiterempfehlen und behaupten, dass man sich durchaus auf weitere Bände freuen kann.